Danke für den Interessanten Beitrag.

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Danke für den Interessanten Beitrag.

Die Kernaussagen basieren auf einem Modell der Werteebenen (Spiral Dynamics), das zwar interessante psychologische und soziologische Einsichten bietet, aber aus meiner Sicht stark vereinfachend und normativ wirkt.

Es wird hier unterstellt, dass Gesellschaften und Individuen sich linear auf bestimmten "Werteebenen" entwickeln, wobei die Ebenen hierarchisch strukturiert erscheinen.

Dies widerspricht (m)einer libertären Sichtweise, die Vielfalt und individuelle Selbstbestimmung als Grundprinzipien der Freiheit betrachtet, anstatt gesellschaftliche Entwicklungen in Kategorien zu zwingen.

Das Model zeigt zwar interessante Differenzierungen auf, ist jedoch aus libertärer Sicht zu kollektivistisch und zentralistisch geprägt und genau da sind aud meiner Sicht die Ursachen der aktuellen Demokratie-Krise zu sehen.

Ein dezentralisierter, individueller Ansatz, der auf Freiwilligkeit und Marktmechanismen basiert, wird nicht berücksichtigt, obwohl er eine zunehmend tragfähige Alternative zu den beschriebenen Wertesystemen darstellt.

Viele der beschriebenen Herausforderungen (z. B. Umweltprobleme, soziale Konflikte) können durch den Rückzug des Staates und die Einführung (wirklich) freier Märkte und privater Vereinbarungen besser gelöst werden - hierbei stellen die deutschen, staatlichen "Privatisierungen" z.B. im Bereich Gesundheit oder der Bahn eben keine wirklich freie Märkte her, sondern im Gegenteil konzern-staatliche Oligopole.

Gesellschaften sollten nicht danach beurteilt werden, auf welcher "Werteebene" sie sich befinden, sondern ob sie die Freiheit des Individuums respektieren und fördern.

Anstatt Werteebenen als evolutionäre Stadien zu betrachten, sollte der Fokus auf der freiwilligen Kooperation zwischen Individuen liegen, unabhängig von deren Weltbildern.